Tschechische Hühner

Traditionelle tschechische Hühnerrassen


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  • Geschichte der tschechischen Hühner

    Die tschechischen Hühner sind eine ursprüngliche alte Regionalrasse, die hier bereits seit Jahrhunderten gezüchtet wird. Die erste Erwähnung geht auf das Jahr 1205 zurück, als die böhmische Prinzessin Dagmar von Dänemark, Gemahlin des dänischen Königs Waldemar II., in ihre neue Heimat als Aussteuer eine Schar böhmischer Hühner mitbrachte. Die tschechischen Hühner gehen aus dem Landhuhn hervor, das in einer Vielzahl verschiedener Färbungen gezüchtet wurde, meist mit einer Kombination von goldener Farbe und wilder Zeichnung. Es handelte sich um eine ursprüngliche rustikale Hausrasse, die auf dem Gebiet des heutigen Tschechien noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts in reiner Form üblich war. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die ursprünglichen Haushühner mit aus dem Ausland eingeführten Rassen gekreuzt, und die Population der ursprünglichen reinrassigen tschechischen Hühner war vom Untergang bedroht.

    Bild Tschechische Goldsprenkelhuhn, Henne Bild Tschechische Goldsprenkelhuhn, Hahn

    Daher stellte im August 1913 Karel Škoda aus Havlíčkův Brod (geboren 3.2.1862, gestorben 1.5.1927) eine Population aus den Überresten der im Böhmisch-Mährischen Hügelland und um Humpoletz (tschechisch Humpolec) gehaltenen Landhühner zusammen. Karel Škoda stabilisierte zwei Stämme – den einen aus Hühnern, die aus der Ortschaft Komorowitz (tschechisch Komorovice) stammten, den anderen aus Tieren, die er auf einem Gut in Böhmisch Schützendorf (heute Teil der Gemeinde Stříbrné Hory) kaufte. In den Jahren 1924-1925 wurde der Zuchtstamm aus Komorowitz anerkannt und fortan als Tschechisches Goldsprenkelhuhn bezeichnet, der Stamm aus Schützendorf dagegen als Tschechisches rebhuhnfarbiges Huhn. Čestmír Sedlák (geboren 1890, gestorben 5.6.1957) schuf dagegen eine Population aus den Überresten der ursprünglich in den Gegenden von Klattau (tschechisch Klatovy) und Doberschisch (tschechisch Dobříš) gezüchteten Hühner. Später vermischten sich die beiden Populationen. Im Jahr 1936 wurde das Tschechische Goldsprenkelhuhn unter die wirtschaftlich bedeutsamen Tierrassen aufgenommen. Im Jahr 1985 befanden sich in kontrollierten Zuchten etwa 3 600 Hühner. Seit 1992 wird das Tschechische Goldsprenkelhuhn im offiziellen Verzeichnis tschechischer Rassen des Landwirtschaftsministerium geführt. Zwergvarianten der tschechischen Hühner wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts gezüchtet.

    Bild Tschechische Goldsprenkelhuhn, Küken Bild Tschechische Goldsprenkelhuhn, Küken

    Böhmerwaldhuhn

    Das ursprüngliche Böhmerwaldhuhn war eine alte Regionalrasse, die vornehmlich im Vorland des Böhmerwalds gezüchtet wurde. Mit größter Wahrscheinlichkeit handelte es sich um eine der verschiedenen regionalen Ausprägungen des Tschechischen Huhns. Die ursprüngliche, ungekreuzte Population der Böhmerwaldhühner konnte jedoch leider nicht mehr gerettet werden. Die neuzeitliche Geschichte dieser Rasse begann erst nach 1945. Zur Regeneration wurden damals untereinander ähnliche Tiere vor allem aus der Umgebung von Winterberg (tschechisch Vimperk) und Bergreichenstein (tschechisch Kašperské Hory) ausgewählt. Diese wurden schrittweise mit mehreren mittelschweren Rassen gekreuzt – Rhodeländer, Wyandotten, Plymouth Rocks und New Hampshire – und später auch noch mit tschechischen Hühnern. Ergebnis dieses Zuchtprozesses sind die heutigen Böhmerwaldhühner, die jedoch nicht ganz mit den ursprünglichen übereinstimmen. Sie werden in einem goldenen Farbschlag mit schwarzen Flecken gezüchtet.

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